RECYCLING-TECHNIK 2017

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Urban Mining ist ein Schlüsselkonzept nachhaltiger Zivilisationsmodelle

Urban Mining ist ein Gesamtkonzept

Urban Mining umfasst die Identifizierung anthropogener Lagerstätten, die Quantifizierung der darin enthaltenen Sekundärrohstoffe, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden technischen Rückgewinnungsvarianten und den derzeitig erzielbaren und zukünftig prognostizierten Erlösen sowie letztendlich die wirtschaftliche Aufbereitung und Wiedergewinnung der identifizierten Wertstoffe sowie die integrale Bewirtschaftung anthropogener Lagerstätten. Anthropogene Ressourcen sind im Gegensatz zu den Primärressourcen all jene Ressourcen, die von Menschen genutzt werden beziehungsweise wurden.

Das relevante Unterscheidungsmerkmal bei der Betrachtung urbaner Minen ist - im Sinne einer Lebenszyklusbetrachtung - der Zeitraum der Freisetzung der Ressourcen. Das heißt der Zeitraum wann die, in Konsum- und Produktionsgütern verwendeten Rohstoffe, wieder zur Verfügung stehen. Hierbei lassen sich die verschiedenen Lager, je nach Verwendungszeitraum, in lang- und kurzfristige urbane Minen unterscheiden. Deutliche Unterschiede ergeben sich für die verschiedenen Minen darüber hinaus noch im Grad der Wertstoffdichte, dem erforderlich Aufwand zur Nutzung der Sekundärrohstoffe, dem Grad der Einwirkung durch den vorangegangenen Konsum sowie die jeweils erzielbaren Erlöse.

 

und zukunftsweisender Innovationspolitik

 

>> Die Recycling-Quote in Deutschland ist vergleichsweise hoch und manche Rohstoffe sind bereits jetzt in einen dauerhaften Wiederverwertungszyklus eingebunden. Allerdings verlangen gerade die Abhängigkeit von Seltenen Erden und die Bemühungenum einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen nach Alternativen. Urban Mining braucht in der Formulierung von Politikantworten einen größeren Stellenwert. Je stärker die Bundesrepublik in die Erforschung von Urban Mining investiert und damit die Effizienz der Ressourcennutzung erhöht, desto mehr kann sie die deutsche Wirtschaft gegen den Druck bei der globalen Nachfrage immunisieren, während neue Verfahren des Urban Mining bei steigenden Rohstoffpreisen zusätzlich attraktive Exportprodukte schaffen können. Gerade in den Schwellenländern dürfte die Nachfrage nach solchen Lösungen mittelfristig drastisch steigen. <<

Auszug aus Analysen & Argumente, Globale Megatrends (III): Rohstoffe - Alternativen erschließen und neue Paradigmen schaffen. Arbeitskreis Junge Außenpolitiker der Konrad-Adenauer-Stiftung


>> Einen weiteren Ansatz zur Schonung knapper Ressourcen, welcher den der Substitution ergänzen soll, stellt die Entwicklung von Konzepten, Technologien, Verfahren und Dienstleistungen für das sogenannte Urban Mining dar. Unter Urban Mining sollen hier Maßnahmen verstanden werden, welche aus anthropogen geschaffenen Lagerstätten für materielle Ressourcen, wie der industrielle und kommunale Gebäude- und Infrastrukturbestand, den Bergbau- und Hüttenhalden sowie den Abfalldeponien, Rohstoffe zurückgewinnen. In den genannten Bereichen ist beispielsweise mittlerweile mehr Kupfer eingelagert als noch in natürlichen Lagerstätten vorhanden ist. Urban Mining kann somit die Abhängigkeit von steigenden Rohstoffpreisen und Importen verringern. Im Gegensatz zur Gewinnung von Wertstoffen aus Altdeponien kann die Nutzung von Wertstoffen aus dem Rückbau von Infrastruktur teilweise bereits heute wirtschaftlich sein. Hier zielt die Förderung vor allem auf innovative Ansätze zur Erhöhung der Recyclingrate. Durch konsequentere Verwertung beispielsweise der anthropogenen Kupferlager kann die Primärproduktion und die damit verbundene Umweltbelastung erheblich reduziert werden. Vor dem Hintergrund zunehmender Knappheiten und demzufolge steigender Rohstoffpreise ist es das Anliegen der Förderung, die Zeitspanne bis zur Wirtschaftlichkeit von Urban Mining zu nutzen bzw. zu verkürzen, indem die dafür erforderlichen technischen und logistischen Maßnahmen erforscht und entwickelt werden. <<

Auszug aus der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von Richtlinien zur Fördermaßnahme r³ - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Strategische Metalle und Mineralien

 

>> Wir wollen die in Abfällen enthaltenen Rohstoffe besser nutzen. Sie kennen das Motto: Der Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen. Wir stellen uns dem Thema Urban Mining: der Rohstoffrückgewinnung u.a. aus Abfällen. Hierzu gehört auch das Thema Deponierückbau. Mein Haus plant dazu ein Projekt begleitend zum BMBF-Forschungsvorhaben. <<

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Auszug aus einer Rede beim Verband Kommunaler Unternehmen (VKU)

 

>> Durch Urban Mining (Stadt als Rohstoffmine) werden wir „vergrabene Rohstoffschätze“ nutzbar machen. Wir werden Initiativen für Rückbaukonzepte, die sich insbesondere bei Stadterneuerungsmaßnahmen und bei der Rekultivierung alter Boden- und Bauschuttdeponien ergeben, intensiv begleiten. <<

Verantwortung für ein starkes NRW - Miteinander die Zukunft gestalten. Koalitionsvertrag 2012-2017 zwischen der NRW SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW

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